Pelletheizung auf Platz 1
Studie der WKO-Landesinnung: Darum erzielen Pellets die beste CO2-Bilanz
Welche Heizform ist wirklich die klimafreundlichste, wenn man den gesamten Lebenszyklus betrachtet? Eine aktuelle Pilotstudie der WKO Steiermark (Jänner 2026) liefert jetzt klare Zahlen für Hausbesitzer. Das Ergebnis fällt eindeutig aus: Beim Heizungstausch im bestehenden Einfamilienhaus liegt die Pelletheizung bei der CO2-Bilanz klar an der Spitze – sogar vor der Wärmepumpe.
Grundlage dafür ist die Untersuchung der Landesinnung, die den gesamten Lebenszyklus verschiedener Heizsysteme („Cradle-to-Grave“) beim Heizungstausch im bestehenden Einfamilienhaus analysiert hat. Betrachtet wurden dabei nicht nur der Betrieb über 20 Jahre, sondern auch die Herstellung der Anlage und die spätere Entsorgung.
Die Daten zeigen: Wer von einer alten Ölheizung umsteigt, erzielt mit Holzpellets den effektivsten Beitrag zum Klimaschutz.
Studienergebnis im Detail: Mit Pellets bis zu 91 % CO2 einsparen
Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung betrifft die Frage, wo bei modernen Heizsystemen tatsächlich relevante CO2-Emissionen entstehen. Die Analyse zeigt: Der sogenannte „ökologische Rucksack“ – also Emissionen aus Herstellung und Entsorgung der Anlage – spielt in der Gesamtbilanz eine untergeordnete Rolle. Ausschlaggebend für die CO2-Bilanz der Pelletheizung ist vor allem der Betrieb über viele Jahre.
Im Vergleich zum Weiterbetrieb einer alten Ölheizung weisen Pellets das höchste Einsparpotenzial aller untersuchten Systeme auf:
- Pelletheizung: Mit einer CO2-Einsparung von 91,1 % (rund 197 Tonnen CO2 über 20 Jahre) erreicht sie den besten Wert im Vergleich.
- Wärmepumpe: Je nach Auslegung liegt die Einsparung zwischen 84,0 % bei niedrigen Temperaturen (z. B. Fußbodenheizung) und 78,3 % bei höheren Temperaturen, wie sie im Altbau mit klassischen Heizkörpern (Radiatoren) üblich sind.
- Fernwärme: Hier wird am Fallbeispiel Graz eine Reduktion von 77,5 % gegenüber der alten Ölheizung erzielt, der österreichische Fernwärme-Mix liegt bei 56,8 % Einsparung.
Wie deutlich diese Unterschiede ausfallen, zeigt auch ein anschaulicher Vergleich: Der Umstieg von einer Ölheizung auf eine Pelletheizung spart über die betrachtete Nutzungsdauer so viele CO2-Emissionen ein, wie ein durchschnittlicher Pkw auf rund 68.400 Kilometern verursacht. Für Hausbesitzer im Bestand bedeutet das eine besonders wirkungsvolle Reduktion des CO2-Ausstoßes beim Heizungstausch.
Warum gilt die Pelletheizung bilanziell als CO2-neutral?
Das Spitzenergebnis der Pellets im Vergleich wirft oft eine Frage auf: Warum wird der Rauch aus dem Schornstein in der Klimabilanz anders bewertet als bei Öl oder Gas?
Die Antwort liegt im biogenen Kohlenstoffkreislauf. Das bei der Verbrennung freigesetzte CO2 wird bilanziell nicht als fossile Emission gewertet, da es Teil eines geschlossenen Kreislaufs ist. Es wird exakt jene Menge Kohlenstoff abgegeben, die der Baum zuvor aufgenommen hat. Würde das Holz im Wald verrotten, entstünde dieselbe Menge CO2.
Im Gegensatz zu Öl, das zusätzlichen Kohlenstoff in die Atmosphäre einbringt, gilt die Pelletheizung als nahezu CO2-neutral. Daher müssen für den Brennstoff selbst keine fossilen Lasten angesetzt werden – lediglich Verarbeitung und Transport fallen ins Gewicht.
Mehr Details dazu gibt es in nachfolgendem Beitrag:
Nahezu CO2-neutral heizen mit Holzheizungen >>
Der Temperatur-Faktor: Warum Pellets bei Radiatoren punkten
Ein Blick in die Details zeigt, warum die Pelletheizung gerade im Bestand oft das Rennen macht. Die Wärmepumpe ist eine hocheffiziente Technologie, die ihre Stärken besonders bei niedrigen Temperaturen (z. B. bei Flächenheizungen wie der Fußbodenheizung) ausspielt. Muss sie jedoch im Altbau klassische Radiatoren mit über 55 °C versorgen, sinkt der Wirkungsgrad physikalisch bedingt etwas ab – der Strombedarf für den Kompressor steigt.
Der Pelletheizung ist die geforderte Vorlauftemperatur hingegen technisch egal. Da bei der Verbrennung ohnehin hohe Hitze entsteht, bedient sie vorhandene Heizkörper ohne jeglichen Effizienzverlust. Diese Unabhängigkeit vom Abgabesystem ist für Sanierer das entscheidende Argument: Man erhält die maximale CO2-Einsparung, ohne zwingend die Heizkörper im Haus tauschen zu müssen.
Wirtschaftlicher Vorteil: Keine CO2-Bepreisung auf Pellets
Neben der Klimabilanz stellt sich beim Heizungstausch oft eine ganz praktische Frage: Fällt für eine Pelletheizung eine CO2-Bepreisung an?
Im Gegensatz zu Gas- und Ölheizungen unterliegen Holzpellets keiner CO2-Bepreisung. Während fossile Brennstoffe durch steigende CO2-Kosten zunehmend teurer werden, bleiben die Pelletpreise in Deutschland von diesen Abgaben unberührt. Das sorgt für eine höhere Planungssicherheit bei den laufenden Heizkosten und schützt langfristig vor politischen Preisaufschlägen.
Gerade in Zeiten unsicherer Energiepreise bietet eine Pelletheizung damit eine stabile Alternative zur Ölheizung. Wer auf Pellets setzt, profitiert von einer erneuerbaren Energiequelle, geringeren Zusatzabgaben und einer insgesamt kalkulierbareren Wärmeversorgung.
Aktuelle Pelletspreise in Deutschland >>
Fazit: Klimaschutz aus der Region
Der Umstieg auf Pellets entfaltet seine Wirkung auf mehreren Ebenen zugleich: Er senkt den CO2-Ausstoß im Gebäudebestand deutlich und stärkt gleichzeitig die regionale Wertschöpfung. Während fossile Energieträger wie Heizöl größtenteils importiert werden müssen, stammen Holzpellets überwiegend aus heimischer Forstwirtschaft. Wertschöpfung bleibt damit im Land – von der Waldpflege über die Pelletproduktion bis hin zum Installationsbetrieb vor Ort.
Aus den Ergebnissen der Studie ergibt sich damit ein klares Gesamtbild: Für viele Hausbesitzer ist die Pelletheizung eine besonders stimmige Lösung, wenn Klimaschutz, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Planbarkeit gemeinsam berücksichtigt werden sollen. Wer den Heizungstausch konkret angehen möchte, findet bei Hargassner moderne Pelletkessel für alle gängigen Gebäude- und Sanierungssituationen.
Quelle: HARGASSNER

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